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10. Februar 2005

»Adobe Premiere Pro setzt Kung-Fu-Spielfilm in Szene«
Hackermovies.com vertraut bei Schnitt und Post-Produktion des Films "Kampfansage - der letzte Schüler" auf einen integrierten Workflow aus Adobe Video-Produkten

Kampfansage � Deutschlands erster Kung-Fu-Film

Berlin im Jahr 2050: Die Stadt wird von Banden regiert, die der Bevölkerung selbst das Existenzminimum rauben. Um die eigene Macht zu festigen und in den Besitz eines wertvollen Buches zu gelangen, lässt der Anführer einer Söldnerbande den berühmtesten Kampfk unstlehrer ermorden. Der letzte Schüler des großen Meisters entscheidet sich, seinen toten Lehrer zu rächen und das Buch zurückzuerobern.

Diese Storyline lässt eine internationale Produktion vermuten, aber mit "Kampfansage - der letzte Schüler" hat der Regisseur Johannes Jaeger den ersten deutschen Film geschaffen, der Elemente des Kung-Fu- und Abenteuer-Genres auf spektakuläre Weise verbindet. Das Projekt ist in erster Linie auf den DVD-Vertrieb sowie den nationalen und internationalen Fernsehmarkt ausgerichtet. Darüber hinaus wird "Kampfansage - der letzte Schüler" wahrscheinlich auch in die deutschen Kinos kommen.

Finanziert wird der Film von der Action Concept GmbH in Hürth ("Alarm für Cobra 11", "Wilde Engel"), die Post-Produktion liegt bei Mitgliedern von Hackermovies.com. Die Online-Community für Digital Filmmaking wurde von Steffen Hacker und Daniel Nolde gegründet, die bei "Kampfansage" für die visuellen Effekte bzw. den Schnitt verantwortlich zeichnen. Zur Zeit nutzen rund 8.000 Mitglieder die Community Hackermovies.com mit ihrem Informationsangebot in den Bereichen Filmvorbereitung, -produktion und -gestaltung.

Ein unschlagbares Team: Adobe Premiere Pro und Standard-PCs

Trotz der unzähligen visuellen Effekte und aufwändig choreographierten Kampfszenen handelt es sich bei "Kampfansage" um ein Low-Budget-Projekt. Um die Kosten der Post-Produktion gering zu halten und gleichzeitig ein Maximum an Qualität zu erzielen, wurde auf Mini-DV mit 35mm-Vorsatzadapter gedreht. Besondere Bedeutung kam zudem der Wahl der Schnittlösung zu, da "Kampfansage" neben den üblichen Dialog- und Spielschnitten eine Vielzahl von Schnitten in den Action- und Kampfsequenzen erforderte.

Nach einer intensiven Evaluierungsphase entschied sich Cutter Daniel Nolde für den Einsatz von Adobe Premiere Pro bei der Montage von "Kampfansage". Ausschlaggebend waren verschiedene Vorteile der Adobe-Lösung, darunter Stabilität, effziente Handhabung, Flexibilität bei den verwendeten Formaten und sehr gute Integration mit anderen Post-Produktionslösungen. Eine zusätzliche Kostenbegrenzung ist möglich, weil als Hardware-Plattformen nur handelsübliche Windows-Rechner benötigt werden. Beim Schnitt von "Kampfansage" kommt Premiere Pro auf einem handelsüblichen Athlon XP-Rechner mit Firewire-Interface und Gigabit-Ethernet-Anschuss zum Einsatz, an dem als einzige Schnitt-spezifische Erweiterung ein externes 800 GB Platten-Array per Firewire angebunden ist.

Zuverlässiger Import, einfacher Export

Im Gegensatz zu anderen Schnittlösungen ist der Anwender bei Premiere Pro nicht auf DV-komprimiertes Material beschränkt. Damit entfallen auch die Schwierigkeiten, die ansonsten bei der Integration unkomprimierter Effekt-Shots entstehen würden. Die Komprimierung hätte außerdem so große Verluste verursacht, dass die Aufbereitung des Materials für die Kinoaufführung nur noch schwer möglich gewesen wäre. Premiere Pro zeichnet sich hingegen beim Import und Export durch große Flexibilität aus und stellt verschiedene Formate für Video, Audio und Standbilder zur Verfügung.

Intuitive Benutzeroberfläche und einfache Handhabung

Dank der intuitiven Benutzeroberfläche von Premiere Pro lassen sich Projekte professionell realisieren, ohne dass hierfür wie bei anderen professionellen Schnittlösungen ein extremer Lernaufwand notwendig ist. Für das Projekt "Kampfansage" erwies sich dies als entscheidender Vorteil, denn so konnte sich auch der Regisseur am Schnitt beteiligen und seine Vorstellungen direkt umsetzen. Besonders bewährt hat sich aus der Sicht des hauptverantwortlichen Cutters Daniel Nolde darüber hinaus die konsistente Umsetzung der Funktionalitäten: "Die Bedienung von Premiere Pro ist sehr leichtgängig und geradlinig. Das Interface ist übersichtlich und das Drag-and-Drop-Prinzip wurde im Gegensatz zu anderen verbreiteten Schnittlösungen übergreifend und einheitlich umgesetzt. Besonders die nahtlose Integration in bestehende PC-Bedienkonzepte macht Premiere Pro leicht verständlich und schnell erlernbar. Neue Funktionen wie das Sequence-Nesting sind zudem wertvolle Hilfen im Schnittalltag."

Sequence Nesting für kreativeren Spielfilmschnitt

Premiere Pro erlaubt das uneingeschränkte Erstellen und Verschachteln mehrerer Zeitleisten auf einer Hauptzeitleiste (Sequence-Nesting). So können zum Beispiel komplexe Projekte für eine effizientere Bearbeitung auf eigene Zeitleisten aufgeteilt werden. Beim Schnitt von "Kampfansage" nutzen Regisseur und Cutter diese Funktion unter anderem, um die komplexen Martial-Arts-Sequenzen optimal in Szene zu setzen. Durch die Duplizierung einer Zeitleiste konnte der Cutter zeitsparend verschiedene Versionen von Schnitten oder optischen Effekten bereithalten, ohne das Original verändern zu müssen. Für den Regisseur bedeutete dies eine wesentliche Arbeitserleichterung bei der Montage der einzelnen Elemente eines Schlagabtauschs zu einem flüssigen Ablauf.

Adobe-Workflow für die Spielfilmproduktion

"Kampfansage - der letzte Schüler" umfasst mehr als 350 Visual Effects Shots, die mit Adobe Aft er Effects zusammengefügt wurden. Zudem erstellte das Team für "Kampfansage" dutzende Matte-Paintings in Adobe Photoshop und animierte diese wiederum mit Aft er Effects. Hier zeigten sich die besonderen Vorteile des vollständig integrierten Adobe-Workflows, denn verschachtelte Sequenzen konnten aus Premiere Pro problemlos als verschachtelte Kompositionen in Aft er Effects exportiert werden.

"Die sehr gute Integration von Premiere Pro mit Aft er Effects trägt entscheidend zu einer vereinfachten Post-Produktion bei", so Daniel Nolde. "Die Lösung von Adobe bietet somit alles, was zur Nachbearbeitung eines Projektes von der Länge und Komplexität eines Spielfilms benötigt wird."

Adobe Systems GmbH

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